Globaler Eindruck
12 Haziran 2012 Salı
Wichtige Entwicklungen
Der wohl schillerndste Anhänger des Kreationismus in seinem Land

Adnan Oktars Interview mit Der Spiegel’s Istanbul Korrespondent Daniel Steinvorth finden Sie hier .
Am 22. September 2008 trug Der Spiegel, Europas meistverkauftes deutsches wöchentliches Magazin mit der Auflage von mehr als einer Million, einen Bericht mit dem Titel “Evolutionstheorie: Waffe der Gottlosen”. Der Bericht, geschrieben von Daniel Steinvorth, war über Adnan Oktars intellektueller Kampf gegen Darwinismus. Der Effekt der Werke des Autors wurde beschrieben, wie folgt:
Auch Muslime führen einen Kreuzzug gegen Darwin: In der Türkei gewinnt die Schöpfungslehre neue Anhänger.
Der Mann, der bei der Rettung der Welt helfen will, heißt Harun Yahya und sieht aus wie ein Schauspieler aus Stummfilmtagen. Er trägt einen weißen Anzug aus Seide, goldene Manschettenknöpfe und einen fein getrimmten Kinnbart. “In 20 Jahren”, verkündet er ernst, “werden wir, die Menschheit, in ein goldenes Zeitalter eintreten.”
Die frohe Kunde will er in den Heiligen Schriften entdeckt haben, in der Bibel und im Koran. Es sei eine “wissenschaftliche Tatsache”, so Yahya, dass sowohl Jesus als auch der Mahdi, der Muslimische Messias, zu den Menschen zurückkommen werden, um alle Weltkonflikte in Ordnung zu bringen. Zuvor allerdings hätten die beiden Himmelsboten eine andere große Aufgabe zu lösen: Sie müssten die Irrlehre des britischen Naturforschers Charles Darwin auslöschen, nach der sich alles Leben im Zuge natürlicher Auslese entwickelt habe.
Der Darwinismus sei die Wurzel allen Übels auf der Erde, so Yahya. Um bei dessen Beseitigung zu helfen, hat der Evolutionsgegner bereits Tausende “Atlanten der Schöpfung” drucken lassen und in die ganze Welt verschickt. Beweisen soll das großformatige 800-Seiten-Werk, dass es eine natürliche Entwicklung der Arten nie gegeben habe. Vielmehr seien alle Lebensformen auf der Erde noch immer dieselben wie vor Millionen Jahren. Knallbunte Fossilienabbildungen sollen das Fehlen von Übergangsformen dokumentieren.
Yahya… ist der wohl schillerndste Anhänger des Kreationismus in seinem Land. Acht Millionen Mal hat er seine Bücher nach eigenen Angaben schon verkauft…
Wie wenig die Evolutionstheorie heute selbst in dem modernsten aller Islamischen Länder akzeptiert wird, zeigt eine Umfrage aus dem Jahr 2006. In 34 Ländern wurde die Bevölkerung nach ihrer Einstellung zur Evolutionstheorie befragt. Die prozentual wenigsten Evolutionsbefürworter fanden sich dabei in der Türkei… Der Darwinismus sei nichts anderes als eine “Waffe der Materialisten und Gottlosen”, sagte unlängst Hüseyin Çelik, rechtgläubiger Erziehungsminister der Türkei…
Adnan Oktars Interview mit Der Spiegel’s Istanbul Korrespondent Daniel Steinvorth finden Sie hier .
Am 22. September 2008 trug Der Spiegel, Europas meistverkauftes deutsches wöchentliches Magazin mit der Auflage von mehr als einer Million, einen Bericht mit dem Titel “Evolutionstheorie: Waffe der Gottlosen”. Der Bericht, geschrieben von Daniel Steinvorth, war über Adnan Oktars intellektueller Kampf gegen Darwinismus. Der Effekt der Werke des Autors wurde beschrieben, wie folgt:
Auch Muslime führen einen Kreuzzug gegen Darwin: In der Türkei gewinnt die Schöpfungslehre neue Anhänger.
Der Mann, der bei der Rettung der Welt helfen will, heißt Harun Yahya und sieht aus wie ein Schauspieler aus Stummfilmtagen. Er trägt einen weißen Anzug aus Seide, goldene Manschettenknöpfe und einen fein getrimmten Kinnbart. “In 20 Jahren”, verkündet er ernst, “werden wir, die Menschheit, in ein goldenes Zeitalter eintreten.”
Die frohe Kunde will er in den Heiligen Schriften entdeckt haben, in der Bibel und im Koran. Es sei eine “wissenschaftliche Tatsache”, so Yahya, dass sowohl Jesus als auch der Mahdi, der Muslimische Messias, zu den Menschen zurückkommen werden, um alle Weltkonflikte in Ordnung zu bringen. Zuvor allerdings hätten die beiden Himmelsboten eine andere große Aufgabe zu lösen: Sie müssten die Irrlehre des britischen Naturforschers Charles Darwin auslöschen, nach der sich alles Leben im Zuge natürlicher Auslese entwickelt habe.
Der Darwinismus sei die Wurzel allen Übels auf der Erde, so Yahya. Um bei dessen Beseitigung zu helfen, hat der Evolutionsgegner bereits Tausende “Atlanten der Schöpfung” drucken lassen und in die ganze Welt verschickt. Beweisen soll das großformatige 800-Seiten-Werk, dass es eine natürliche Entwicklung der Arten nie gegeben habe. Vielmehr seien alle Lebensformen auf der Erde noch immer dieselben wie vor Millionen Jahren. Knallbunte Fossilienabbildungen sollen das Fehlen von Übergangsformen dokumentieren.
Yahya… ist der wohl schillerndste Anhänger des Kreationismus in seinem Land. Acht Millionen Mal hat er seine Bücher nach eigenen Angaben schon verkauft…
Wie wenig die Evolutionstheorie heute selbst in dem modernsten aller Islamischen Länder akzeptiert wird, zeigt eine Umfrage aus dem Jahr 2006. In 34 Ländern wurde die Bevölkerung nach ihrer Einstellung zur Evolutionstheorie befragt. Die prozentual wenigsten Evolutionsbefürworter fanden sich dabei in der Türkei… Der Darwinismus sei nichts anderes als eine “Waffe der Materialisten und Gottlosen”, sagte unlängst Hüseyin Çelik, rechtgläubiger Erziehungsminister der Türkei…
Alle Terroristen sind Darwinisten – 22.09.2008 Deutschland/Spiegel Online
Aus dem Adnan Oktar-Interview
Am 22. September 2008 trug Spiegel Online, die Website des deutschen Magazins Der Spiegel, ein Interview, das Adnan Oktar zu Daniel Steinvorth (Istanbul Korrespondent des Spiegel) gegeben hat. Spiegel Online, die meistbesuchte deutsche Webseite, die pro Monat ungefähr 90 Million Besucher anzieht, trug die folgende Einleitung auf der Hauptseite des Interviews:
„Eine Evolution gibt es nicht, Darwins Lehre ist Teufelswerk: Seine Bücher machten Adnan Oktar alias Harun Yahya zu einem der bekanntesten Kreationisten in der Islamischen Welt. Im Interview mit Spiegel Online erklärt er, wie er den Darwinismus besiegen will.”
SPIEGEL ONLINE: Herr Oktar, praktisch jeder ernstzunehmende Biologe hält die Evolutionslehre für die wohl bestbewiesene Theorie seit der Entdeckung, dass die Erde rund ist. Wollen Sie alle eines Besseren belehren?
ADNAN OKTAR: Es gibt über 100 Millionen Fossilien, die beweisen, dass es eine Schöpfung gab. Und diese Fossilien haben sich nie verändert. Ein Fisch blieb immer ein Fisch, eine Krabbe blieb immer eine Krabbe. Man kann diese Fossilien an jedem Ort der Welt entdecken. Wir haben sie auch in der Türkei gezeigt, und die Menschen haben sie mit eigenen Augen gesehen. Das ist ein klarer Beweis. Im Unterschied zur Schöpfung hat der Darwinismus keinen Beweis für die Evolutionstheorie. Ihre Anhänger haben keinen fossilen Beweis gefunden, den man verwerten könnte.
SPIEGEL ONLINE: Vergangenes Jahr hat der Europarat die EU-Staaten aufgefordert, Kreationismus und die Evolutionslehre nicht gleichberechtigt im Schulunterricht zu behandeln. Empfinden Sie das als Niederlage?
ADNAN OKTAR: Der Darwinismus steht überall auf der Welt unter offiziellem Schutz. Keine andere Ideologie, keine andere Idee wurde jemals so abgeschirmt. Jegliche Kritik verursacht eine offizielle Reaktion. Dennoch ist es ein wissenschaftlicher Fakt, dass die Evolutionslehre falsch ist. Jeder, der meinen “Atlas der Schöpfung” liest, kommt zu diesem Ergebnis. Der Darwinismus betrügt die Menschheit seit 150 Jahren.
SPIEGEL ONLINE: Wie sehr wurden Sie von den christlichen Fundamentalisten aus Amerika und Europa beeinflusst, von den Anhängern des sogenannten Intelligent Design?
ADNAN OKTAR: Ich finde dieses Konzept des Intelligent Design ziemlich unehrlich. Man sollte aufrecht an die Existenz Allahs glauben, man sollte für die Religion eintreten, für den Islam oder das Christentum. Das Konzept des Intelligent Design behauptet, die Dinge seien irgendwie erschaffen worden, aber nicht von wem. Man sollte klar sagen: Das war Allah.
SPIEGEL ONLINE: Richard Dawkins, einer der prominentesten Vertreter des neuen Atheismus, hat seinen Bestseller “Der Gotteswahn” jüngst auf Türkisch veröffentlicht. 15.000 Exemplare sollen bereits verkauft worden sein. Er schreibt unter anderem, dass Religion eine Ursache für Terrorismus sein kann.
ADNAN OKTAR: Der Darwinismus ist die Grundlage für Hitlers und Mussolinis Faschismus und Stalins Kommunismus. Und wenn wir uns die Gegenwart anschauen, dann sehen wir, dass alle Terroristen – auch diejenigen, die sich selbst als Muslime betrachten – in Wahrheit Darwinisten und Atheisten sind. Ein gläubiger Mensch, der regelmäßig betet, legt keine Bomben. Das machen nur Menschen, die vorgeben, Muslime zu sein – oder Darwinisten, die klar sagen, dass sie Terroristen oder Kommunisten sind. Folglich sind sie alle Darwinisten.
SPIEGEL ONLINE: Sie glauben wirklich, dass jemand wie Osama Bin Laden, der Terroranschläge mit dem Koran und der Gottlosigkeit des Westens rechtfertigt, von darwinistischen Idealen geleitet wird?
ADNAN OKTAR: Diese Leute sind nicht immer so, wie sie in ihrer Jugend erscheinen. Wenn man sie auf ihren echten Glauben überprüft, erkennt man, dass sie im Grunde Materialisten und Darwinisten sind. Für einen Menschen, der Allah fürchtet, ist es unmöglich, Terrorakte durchzuführen. Solche Taten werden von Leuten begangen, die im Ausland studiert haben und eine darwinistische Erziehung hatten, die Darwin verinnerlicht haben und sich später Muslime nennen.
SPIEGEL ONLINE: Wo Sie gerade Hitler erwähnen: Auf Ihrer Web-Seite verurteilen Sie den Holocaust und bringen ihn mit dem Darwinismus in Zusammenhang. Noch in den neunziger Jahren haben Sie ein Buch über die sogenannte “Holocaust-Lüge” geschrieben.
ADNAN OKTAR: Dieses Buch ist nicht von mir, es stammt von einem meiner Freunde, Nuri Özbudak. Er hat seine eigenen Essays unter diesem Titel veröffentlicht. Später haben wir dagegen protestiert, ein Notar hat die Fakten klargestellt. Ich habe nicht gegen den Autoren geklagt, aber gegen die Benutzung meines Namens protestiert. Mein eigenes Buch zu diesem Thema habe ich später veröffentlicht.
SPIEGEL ONLINE: Im nächsten Jahr feiern wir den 200. Geburtstag von Darwin und den 150. Jahrestag seines Hauptwerks, “Die Entstehung der Arten”. Feiern Sie mit?
ADNAN OKTAR: Das wird eine weltweite Feier des Zusammenbruchs des Darwinismus. Die Menschen werden erstaunt sein, wie um alles in der Welt sie nur an den Darwinismus glauben konnten, wie sie jahrelang einem Schwindel aufgesessen sind. Wie sich Hunderte, Tausende von Universitäten und Professoren haben irreleiten lassen und wie sie von Satan getäuscht wurden.
SPIEGEL ONLINE: Eines Ihrer Bücher heißt “Atlas der Schöpfung”, ein dicker und offensichtlich sehr teurer Band. Er wurde bereits in alle Welt verschickt, zahlreiche Redaktionen haben Freiexemplare erhalten.
Wie finanzieren Sie eigentlich Ihren Kampf gegen den Darwinismus?
ADNAN OKTAR: Der Verlag erzielt großartige Gewinne, da ich keine Tantiemen verlange. Und meine Bücher verkaufen sich in großer Zahl. Allein im letzten Jahr wurden acht Millionen Exemplare in der Türkei und zwei Millionen im Ausland abgesetzt. Fast keine anderen Bücher laufen in der Türkei so gut. Dieses Jahr ist es noch besser, die Verkaufszahlen sind viele Male höher. Sie haben sich verdoppelt. Da ist es ganz normal, dass der Verlag auch Freiexemplare verschickt, das fällt unter Öffentlichkeitsarbeit. Aber das Geld dafür kommt vom Verlag.
SPIEGEL ONLINE: Im Mai dieses Jahres wurden sie aber von einem türkischen Gericht dafür verurteilt, eine illegale Organisation gegründet zu haben – zum Zweck Ihrer persönlichen Bereicherung.
ADNAN OKTAR: Ja, ich wurde in der Tat beschuldigt, Chef einer kriminellen Organisation zu sein. Man hat mich zu drei Jahren Haft verurteilt. Aber das muss erst noch vom Berufungsgericht bestätigt werden. Es existieren keine Beweise, die ich für akzeptabel halte. Mein Geständnis musste ich ohne Anwalt und unter Zwang ablegen. Niemand in der Türkei würde eine solche Strafe akzeptieren, wie ich sie bekommen habe.
Atlas der Schöpfung
Atlas der Schöpfung

Eine private Webseite brachte bezüglich des Atlas der Schöpfung folgenden Kommentar:
In Frankreich gingen die Warnsignale auf rot, nachdem der Türkische Islamische Kreationist Harun Yahya einen Massenversand von Gratiskopien seines Atlas der Schöpfung an die Schulen in der ganzen Nation veranstaltete.
Eine private Webseite brachte bezüglich des Atlas der Schöpfung folgenden Kommentar:
In Frankreich gingen die Warnsignale auf rot, nachdem der Türkische Islamische Kreationist Harun Yahya einen Massenversand von Gratiskopien seines Atlas der Schöpfung an die Schulen in der ganzen Nation veranstaltete. Das bereitete in der wissenschaftlichen Gemeinschaft Sorgen:
Hervé Le Guyader, Professor für Biologie an der Pariser Universität, der den Erziehungsminister über den Atlas informierte, sagte, dass Biologielehrer an den Mittelschulen mehr Ausbildung haben müssen, um die immer offener werdenen Herausforderungen der Evolutionstheorie begegnen zu können.
„Es wird immer häufiger auf eine simplifizierende Art unterrichtet,“ meinte er. „Wir müssen ihnen die philosophischen Argumente geben, mit denen sie zu antworten haben.“
Eine private Webseite brachte bezüglich des Atlas der Schöpfung folgenden Kommentar:
In Frankreich gingen die Warnsignale auf rot, nachdem der Türkische Islamische Kreationist Harun Yahya einen Massenversand von Gratiskopien seines Atlas der Schöpfung an die Schulen in der ganzen Nation veranstaltete.
Eine private Webseite brachte bezüglich des Atlas der Schöpfung folgenden Kommentar:
In Frankreich gingen die Warnsignale auf rot, nachdem der Türkische Islamische Kreationist Harun Yahya einen Massenversand von Gratiskopien seines Atlas der Schöpfung an die Schulen in der ganzen Nation veranstaltete. Das bereitete in der wissenschaftlichen Gemeinschaft Sorgen:
Hervé Le Guyader, Professor für Biologie an der Pariser Universität, der den Erziehungsminister über den Atlas informierte, sagte, dass Biologielehrer an den Mittelschulen mehr Ausbildung haben müssen, um die immer offener werdenen Herausforderungen der Evolutionstheorie begegnen zu können.
„Es wird immer häufiger auf eine simplifizierende Art unterrichtet,“ meinte er. „Wir müssen ihnen die philosophischen Argumente geben, mit denen sie zu antworten haben.“
Lob für den Atlas der Schöpfung vom deutschen Wochenmagazin Stern - 29.03.2007
Stern, eines von Premiermagazinen Deutschlands, erstattete am 29 März, 2007 einen Bericht von Jens Lubbadeh. Der Artikel pries den Atlas der Schöpfung, eines der Werken von Adnan Oktar, der unter das Pseudonym Harun Yahya schreibt. Der Atlas hatte in mehreren Ländern, besonders in Frankreich, einer große Wirkung.
Der Artikel enthielt die folgenden Aussagen:
Islamischer Kreationismus Mit Allah gegen Darwin Von Jens Lubbadeh
Darwin hatte Unrecht und Gott hat alle Lebewesen so erschaffen, wie sie heute existieren. Nicht nur christliche Fundamentalisten lehnen die Evolutionstheorie ab, auch im Islam gibt es Kreationisten – und für sie ist es von Darwin zu Hitler nicht weit.
Der “Atlas Of Creation – Volume 1″. Ein Buch wie ein Donnerschlag: knallroter Umschlag, DIN-A3-Format, 768 (!) Seiten in Hochglanz-Farbe, geschätzte sieben Kilo schwer. Dieses Buch ist anders – das merkt man sofort. Erinnern Sie sich noch an die Wackelbilder aus Ihrer Kindheit? Bewegte man diese Bilder in der Hand, veränderte es sich. So entstanden herumhüpfende Micky Mäuse, fliegende Marienkäfer, rennende Fußballspieler. Auf dem “Atlas der Schöpfung” prangt gleich ein ganzer Wackelbilder-Zoo: Quer über den Umschlag galoppiert ein Pferd, springt ein Gepard, flattert ein Kolibri, hüpft ein Delfin. Doch beim Verändern des Winkels erstarren die fidelen Wackelbilder-Tiere auf einmal schlagartig zu Skeletten.
“Dunkle Liasion zwischen Darwinismus, Faschismus und Kommunismus”
Vorzüglich ließen sich unter diesem voluminösen Buch Pflanzen pressen, doch der “Atlas der Schöpfung” ist angetreten, um etwas ganz anderes platt zu machen: Die Evolutionstheorie Darwins. Dazu wäre solch ein umfangreiches Buch gar nicht nötig gewesen, denn auf den vielen Seiten wird eine schlichte Aussage breitgewalzt, die auch schon in den Wackelbildern steckt: Darwin hat Unrecht, Evolution gibt es nicht, alle heute lebenden Tierarten haben sich seit dem Zeitpunkt ihrer Entstehung nicht verändert.
Autor Harun Yahya kommt schnell zur Sache: “Den Betrug der Evolutionisten und ihre unwahren Behauptungen, sowie die dunkle Liasion zwischen Darwinismus und solch blutigen Ideologien wie Faschismus und Kommunismus enthüllen” – das ist es, was er will.
Adnan Oktar alias Harun Yahya – im Auftrag des Herrn unterwegs
Um die Evolutionstheorie zu widerlegen, fährt Yahya erst einmal Masse auf: Unzählige Abbildungen von Tieren und Pflanzen werden neben Aufnahmen ihrer Millionen Jahre alten Fossilien gestellt. Gingko-Blätter – mal in grün, mal in Stein, Ameisen neben ihren in Bernstein konservierten Urahnen, Kakerlaken, Krebse, Steinfliegen, Schildkröten – allesamt evolutionär erfolgreiche Organismen, die ihr Erscheinungsbild bis heute nahezu unverändert erhalten haben. Hier müssen sie dafür herhalten, die religiös vorgefertigte Meinung des Autors zu belegen: Es hat nie eine Evolution gegeben, es konnte nie eine geben, es durfte nie eine geben. Denn alle lebenden Arten wurden – so wie sie sind – in einem Akt erschaffen. Und zwar von einem höheren Wesen: Gott. Oder besser gesagt: Allah.
Wer ist Harun Yahya? Sein richtiger Name ist Adnan Oktar. Gleich mit seinem Pseudonym beruft sich Oktar auf .zwei Propheten Aaron (= Harun) und Johannes (= Yahya), die – wir erinnern uns an die Geschichte vom Goldenen Kalb – gegen den Unglauben zu Felde gezogen sind. Adnan Oktar ist Türke, in Istanbul geboren, studierter Künstler und Philosoph, und nach eigenen Angaben seit den 80er-Jahren Autor vieler “politischer, wissenschaftlicher und glaubensbezogener” Bücher.
Welche Monokultur die darstellen, zeigt schon ein kurzer Blick auf seine Homepage: “Kinder: Darwin hat die Unwahrheit gesagt!”, “Der Niedergang der Evolutionstheorie: Die Realität der Schöpfung’”, “Der Untergang des Materialismus’”, “Das Unglück, das der Darwinismus über die Menschheit brachte”, “Der größte Betrug in der Geschichte der Wissenschaft: Der Darwinismus”. Immer wieder “Untergang”, immer wieder “Betrug” und immer wieder die “Wahrheit”.
Kreationismus ist in der Türkei auf dem Vormarsch
Der Einfluss Oktars ist nicht zu unterschätzen. Die von den Kreationisten vertretenen Positionen werden in den naturwissenschaftlichen Schulfächern, vor allem in Biologie, aber auch in Geschichte, weiter von sich reden machen.” Dies wird nicht auf die Türkei beschränkt bleiben. Nach eigenen Angaben sind die Bücher Oktars in zahlreiche Sprachen, unter anderem auch auf Deutsch, übersetzt worden.
Im “Atlas der Schöpfung” nimmt Oktar für sich “das letzte Wort” in Anspruch. Das tut er, indem er sich auf den Propheten Mohammed beruft – der habe schließlich die höchste Weisheit und moralische Perfektion erlangt. Wer das letzte Wort hat, diskutiert bekanntlich nicht mehr. Um das zu bekräftigen, hat Oktar sogar das Siegel des Propheten mit auf den roten Buchumschlag gedruckt. Gleich links unter den Wackelbildern.
Der Artikel enthielt die folgenden Aussagen:
Islamischer Kreationismus Mit Allah gegen Darwin Von Jens Lubbadeh
Darwin hatte Unrecht und Gott hat alle Lebewesen so erschaffen, wie sie heute existieren. Nicht nur christliche Fundamentalisten lehnen die Evolutionstheorie ab, auch im Islam gibt es Kreationisten – und für sie ist es von Darwin zu Hitler nicht weit.
Der “Atlas Of Creation – Volume 1″. Ein Buch wie ein Donnerschlag: knallroter Umschlag, DIN-A3-Format, 768 (!) Seiten in Hochglanz-Farbe, geschätzte sieben Kilo schwer. Dieses Buch ist anders – das merkt man sofort. Erinnern Sie sich noch an die Wackelbilder aus Ihrer Kindheit? Bewegte man diese Bilder in der Hand, veränderte es sich. So entstanden herumhüpfende Micky Mäuse, fliegende Marienkäfer, rennende Fußballspieler. Auf dem “Atlas der Schöpfung” prangt gleich ein ganzer Wackelbilder-Zoo: Quer über den Umschlag galoppiert ein Pferd, springt ein Gepard, flattert ein Kolibri, hüpft ein Delfin. Doch beim Verändern des Winkels erstarren die fidelen Wackelbilder-Tiere auf einmal schlagartig zu Skeletten.
“Dunkle Liasion zwischen Darwinismus, Faschismus und Kommunismus”
Vorzüglich ließen sich unter diesem voluminösen Buch Pflanzen pressen, doch der “Atlas der Schöpfung” ist angetreten, um etwas ganz anderes platt zu machen: Die Evolutionstheorie Darwins. Dazu wäre solch ein umfangreiches Buch gar nicht nötig gewesen, denn auf den vielen Seiten wird eine schlichte Aussage breitgewalzt, die auch schon in den Wackelbildern steckt: Darwin hat Unrecht, Evolution gibt es nicht, alle heute lebenden Tierarten haben sich seit dem Zeitpunkt ihrer Entstehung nicht verändert.
Autor Harun Yahya kommt schnell zur Sache: “Den Betrug der Evolutionisten und ihre unwahren Behauptungen, sowie die dunkle Liasion zwischen Darwinismus und solch blutigen Ideologien wie Faschismus und Kommunismus enthüllen” – das ist es, was er will.
Adnan Oktar alias Harun Yahya – im Auftrag des Herrn unterwegs
Um die Evolutionstheorie zu widerlegen, fährt Yahya erst einmal Masse auf: Unzählige Abbildungen von Tieren und Pflanzen werden neben Aufnahmen ihrer Millionen Jahre alten Fossilien gestellt. Gingko-Blätter – mal in grün, mal in Stein, Ameisen neben ihren in Bernstein konservierten Urahnen, Kakerlaken, Krebse, Steinfliegen, Schildkröten – allesamt evolutionär erfolgreiche Organismen, die ihr Erscheinungsbild bis heute nahezu unverändert erhalten haben. Hier müssen sie dafür herhalten, die religiös vorgefertigte Meinung des Autors zu belegen: Es hat nie eine Evolution gegeben, es konnte nie eine geben, es durfte nie eine geben. Denn alle lebenden Arten wurden – so wie sie sind – in einem Akt erschaffen. Und zwar von einem höheren Wesen: Gott. Oder besser gesagt: Allah.
Wer ist Harun Yahya? Sein richtiger Name ist Adnan Oktar. Gleich mit seinem Pseudonym beruft sich Oktar auf .zwei Propheten Aaron (= Harun) und Johannes (= Yahya), die – wir erinnern uns an die Geschichte vom Goldenen Kalb – gegen den Unglauben zu Felde gezogen sind. Adnan Oktar ist Türke, in Istanbul geboren, studierter Künstler und Philosoph, und nach eigenen Angaben seit den 80er-Jahren Autor vieler “politischer, wissenschaftlicher und glaubensbezogener” Bücher.
Welche Monokultur die darstellen, zeigt schon ein kurzer Blick auf seine Homepage: “Kinder: Darwin hat die Unwahrheit gesagt!”, “Der Niedergang der Evolutionstheorie: Die Realität der Schöpfung’”, “Der Untergang des Materialismus’”, “Das Unglück, das der Darwinismus über die Menschheit brachte”, “Der größte Betrug in der Geschichte der Wissenschaft: Der Darwinismus”. Immer wieder “Untergang”, immer wieder “Betrug” und immer wieder die “Wahrheit”.
Kreationismus ist in der Türkei auf dem Vormarsch
Der Einfluss Oktars ist nicht zu unterschätzen. Die von den Kreationisten vertretenen Positionen werden in den naturwissenschaftlichen Schulfächern, vor allem in Biologie, aber auch in Geschichte, weiter von sich reden machen.” Dies wird nicht auf die Türkei beschränkt bleiben. Nach eigenen Angaben sind die Bücher Oktars in zahlreiche Sprachen, unter anderem auch auf Deutsch, übersetzt worden.
Im “Atlas der Schöpfung” nimmt Oktar für sich “das letzte Wort” in Anspruch. Das tut er, indem er sich auf den Propheten Mohammed beruft – der habe schließlich die höchste Weisheit und moralische Perfektion erlangt. Wer das letzte Wort hat, diskutiert bekanntlich nicht mehr. Um das zu bekräftigen, hat Oktar sogar das Siegel des Propheten mit auf den roten Buchumschlag gedruckt. Gleich links unter den Wackelbildern.
The Times of India beschreibt den Atlas der Schöpfung als „Die Geschichte umschreiben“ – 18.07.2007
The Times of India, Indiens führende Tageszeitung, wird in Englisch in Indien publiziert und hat eine Auflage von 2,6 Millionen Kopien. In ihrer Ausgabe vom 18. Juli 2007 brachte sie den Bericht der New York Times, vom 17. Juli mit dem Titel „Die Evolutionstheorie des Islamischen Kreationisten: ‚Die heutigen Lebewesen sind gleich wie jene in der fossilen Vergangenheit’.“ Der Satz „Umschreibung der Geschichte“ wurde als Überschrift zu der Erklärung unter den begleitenden Bildern verwendet, die wie folgt lautet: „Seiten aus dem Atlas der Schöpfung von Adnan Oktar aus der Türkei, bekannt auch als Harun Yahya.“
The Times of India beschreibt den Atlas der Schöpfung als „Die Geschichte umschreiben“ – 18.07.2007
The Times of India beschreibt den Atlas der Schöpfung als „Die Geschichte umschreiben“ - 18.07.2007
Indien/The Times of IndiaThe Times of India, Indiens führende Tageszeitung, wird in Englisch in Indien publiziert und hat eine Auflage von 2,6 Millionen Kopien. In ihrer Ausgabe vom 18. Juli 2007 brachte sie den Bericht der New York Times, vom 17. Juli mit dem Titel „Die Evolutionstheorie des Islamischen Kreationisten: ‚Die heutigen Lebewesen sind gleich wie jene in der fossilen Vergangenheit’.“ Der Satz „Umschreibung der Geschichte“ wurde als Überschrift zu der Erklärung unter den begleitenden Bildern verwendet, die wie folgt lautet: „Seiten aus dem Atlas der Schöpfung von Adnan Oktar aus der Türkei, bekannt auch als Harun Yahya.“
Indien/The Times of IndiaThe Times of India, Indiens führende Tageszeitung, wird in Englisch in Indien publiziert und hat eine Auflage von 2,6 Millionen Kopien. In ihrer Ausgabe vom 18. Juli 2007 brachte sie den Bericht der New York Times, vom 17. Juli mit dem Titel „Die Evolutionstheorie des Islamischen Kreationisten: ‚Die heutigen Lebewesen sind gleich wie jene in der fossilen Vergangenheit’.“ Der Satz „Umschreibung der Geschichte“ wurde als Überschrift zu der Erklärung unter den begleitenden Bildern verwendet, die wie folgt lautet: „Seiten aus dem Atlas der Schöpfung von Adnan Oktar aus der Türkei, bekannt auch als Harun Yahya.“
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